Haushaltswärmepumpen

Haushaltswärmepumpen sind unerschöpfliche Ressourcen für die Haushaltswärme aus Luft, Grundwasser und Erde. Laut Bundesamt für Energie wird in der Schweiz bereits jedes dritte neu gebaute Einfamilienhaus heute mit Wärmepumpen beheizt. Schweizweit sind bereits mehr als 750’ 000 dieser Wärmelieferanten installiert – vor allem wegen ihrer sehr guten Ökobilanz, wie Umfragen zeigten.

Investition

Dabei sind die Wärmepumpen bei der Investition zwar etwas teurer als andere Heizungsanlagen, sorgen aber dafür, dass man unabhängiger von den Preisfluktuationen des Energiemarktes wird. Lassen Sie sich jedoch nicht täuschen, denn Wärmepumpen werden preislich immer konkurrenzfähiger.

Ökologisch sinnvoll

Ökologisch sind Wärmepumpen ohnehin kaum zu schlagen, denn Sie sind ein Bestandteil der erneuerbaren Energieträger. Hiermit werden Wärmepumpen hinsichtlich der knappen Ressourcen von Öl- und Gasvorkommen wirtschaftlich immer interessanter.

Luft-Wasser-Wärmepumpen

Wärme aus der
Umgebungsluft
Die Umgebungsluft  ist eine Energiequelle die nachhaltig nutzbar ist. Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung (Luft, Erde, Wasser oder Abwärme) die sogenannte Umgebungswärme und bringt sie über einen Kompressor auf eine höhere Temperatur. Der Heiz- und Warmwasserkreislauf wird dabei auf maximal 40 bis 60°C erhöht. Dafür braucht die Pumpe allerdings Fremdenergie, also Strom. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, welche also die Aussenluft als Wärmequelle nutzt, liefert durchschnittlich zwei Drittel Ihrer produzierten Wärme aus Umweltwärme und ein Drittel aus Antriebsstrom. Diese Wärmepumpen entziehen der Umgebungsluft die Wärme, auch bei Aussentemperaturen von -10°C. Dabei treibt die Entwicklung diesen Wert noch tiefer (bis zu -20°C). Bei kälteren Aussentemperaturen kann man auf kostengünstigere Holzfeuerung oder andere Alternativheizungen umsteigen.

Luft-Wasser-Wärmepumpen decken einen Leistungsbereich von 6 bis zu 465 kW ab.
Jahreszahl: Da bis zu 2/3 der Energie von der Umgebungsluft stammt und 1/3 vom Antriebsstrom erzeugt wird; beträgt die Jahreszahl (JAZ) dieser Wärmepumpe = 3

Sole-Wasser- und Wasser-Wasser Wärmepumpen

Erdreich speichert Umweltwärme saisonal, also über einen längeren Zeitraum. Dies führt zu einer über das Jahr relativ gleichmässig hohen Temperatur der Wärmequelle und damit zu einer guten Wärme-Leistungszahl. Um die im Erdreich vorhandene Umweltwärme zu nutzen, bohrt man eine oder mehrere senkrechte Erdwärmesonden in eine Tiefe von 50 bis etwa 300 Metern Tiefe. Ein solches System lässt sich nahezu überall realisieren, Einschränkungen gibt es in Wasserschutz- oder Grundwasserzonen sowie in Gebieten mit trockenem Kies- oder Sanduntergrund. Für den Bau einer Sole / Wasser- Wärmepumpenanlage muss eine Genehmigung bei den Kantonen eingeholt werden.
Wärme aus der
Umgebungserde

Das Sortiment der Sole-Wasser-Wärmepumpen deckt den Leistungsbereich von 5 bis 320 kW ab.

Wärme aus dem
Grundwasser
Alternativ kann durch die anzeigenpflichtigen Erdwärmekollektoren eine  kostengünstige Lösung für den Neubau sein. Das Rohrschlangensystem wird mit ca. 80 cm Abstand in ca. 1,2 Meter Tiefe untergebracht. Die dem Boden entzogene Wärme beeinträchtigt den Pflanzenwuchs nicht, denn die Sonne hält ausreichend Wärme bereit.

Hier kann eine JAZ von 4 erreicht werden, denn diese Anlagen können ¾ der erzeugten Wärme der Erdwärme entziehen und nur ¼ entsteht aus Antriebsenergie.

Heizen & Kühlen mit der gleichen Maschine

Einige Wärmepumpen erlauben auch das Kühlen der Gebäude im Sommer. Durch eine “passive Kühlung” wird im Sommer die konstant niedrige Erdtemperatur genutzt und “kühles” Heizwasser durch die Heizkörper oder durch das „Heizungssystem“ geschickt. Siemens-Novelan


Die Sole-Wasser-Wärmepumpen der SIC-Reihe (Siemens-Novelan) decken jetzt einen Leistungsbereich von 6 bis 33 kW ab, benötigen noch weniger Stellfläche und auf Wunsch kann sogar eine passive Kühlung ins Gehäuse integriert werden.