Technik
Definition der Kälte
Kälte beschreibt meist einen subjektiven Zustand vergleichsweise niedriger Temperatur. Umgangssprachlich wird daher mit Kälte das Fehlen von Wärme bezeichnet, das heißt, ein Gegenstand besitzt weniger Wärmeenergie als das Bezugssystem (zum Beispiel die Umgebungsluft). Auch in der Literatur gilt Kälte als “Abwesenheit von Wärme”.
Kälte kann man durch jeden Vorgang erzeugen, der mit einem Wärmeentzug verbunden ist.
Historisches über Kältetechnik
Es ist sehr schwierig den Anfang der Kältetechnik zu datieren.
| Bereits 3000 Jahre v. Chr. Benutzten Ägypter und Mesopotamier Natureis zur Konservierung von Lebensmitteln. Später wurde Schnee für Eiskeller benötigt. Es wurde in erheblicher Menge Schnee zusammen gepresst und in großen Gruben gelagert. Als Isoliermaterialien dienten Gras, Stroh, Erde und Leinentücher. Durch den Druck ging der Schnee teilweise in Eis über. Selbst im Sommer wurde Schnee auf Lasttieren aus dem Gebirge nach Rom gebracht. Dieser Aufwand sorgte dafür, dass das Eiswasser teurer war als der Wein selber. Im römischen Reich gab es – als Zeichen von absolutem Luxus – eisgekühlten Wein. |
Mesopotamien; Quelle: Wikipedia.org Diese Erzeugung “künstlicher Kälte” wird in der Literatur als das Geburtsjahr der Kältetechnik beschrieben. Auch die Verwendung von Natureis als Nachspeise wird zitiert. Kaiser Nero, 37 bis 38 n. Chr., soll eine Läuferstafette zwischen Rom und den Albanischen Bergen eingerichtet haben um seinen Gästen eisgekühlte Desserts aus Schnee, Rosenwasser und Früchten servieren zu können. In Pompeji mit ca. 10.000 Einwohnern waren um 70 n. Chr. bereits Schank- und Kühltheken im Einsatz. |




